Skeptiker haben oft recht, wenn sie pauschalen Versprechen misstrauen. Beim Thema Portfoliostreuung lohnt es sich, gängige Annahmen zu hinterfragen.
Fünf Aussagen, kritisch betrachtet
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Annahme: Mehr Positionen bedeuten weniger Risiko
Messbar stimmt das bis etwa 20 bis 30 verschiedene Positionen. Danach nimmt der zusätzliche Streuungseffekt kaum noch zu. Diversifikation von Vermögenswerten hat eine praktische Obergrenze.
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Annahme: Diversifikation verhindert Verluste
Beim Markteinbruch 2008 fielen nahezu alle Anlageklassen gleichzeitig. Streuung reduziert Risiko, eliminiert es nicht.
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Annahme: Aktive Fonds diversifizieren besser
Studien zeigen, dass aktiv verwaltete Fonds nach Kosten häufig schlechter abschneiden als passive Indexfonds. Kosten sind ein wesentlicher Faktor.
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Annahme: Asset-Diversifikation ist nur für große Vermögen
ETF-Sparpläne beginnen in Deutschland ab 25 Euro monatlich. Der Schlüssel zur Diversifikation von Vermögenswerten ist strukturell zugänglich.
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Annahme: Einmal eingerichtet, läuft es von selbst
Strategien zur Diversifikation von Anlagen erfordern regelmäßige Überprüfung. Gewichtungen verschieben sich durch Kursentwicklungen, Rebalancing ist notwendig.
„Der Schlüssel zur Diversifikation von Vermögenswerten liegt nicht im Besitz vieler Anlagen, sondern im Besitz der richtigen Kombination — solcher, die sich unter verschiedenen Marktbedingungen unterschiedlich verhalten."
